Taufe

Bund mit Gott und der Gemeinde

Durch ihre Taufe werden Menschen mit Jesus Christus verbunden und in seinen Leib, die weltweite Kirche, aufgenommen. Gott schliesst in der Taufe einen Bund mit der getauften Person, wie er es schon im Alten Testament mit Noah nach der Sintflut getan hatte (Genesis 9).

Die Taufhandlung, die ursprünglich im Unter- und Wiederauftauchen des Täuflings bestand, markiert die Verbindung zwischen ihm und Jesus Christus, der für uns gestorben und auferstanden ist. Deshalb hat die Taufe für die christlichen Kirchen grundlegende Bedeutung.

Die Kirche tauft auf den Namen des dreieinigen Gottes und folgt darin dem Auftrag Christi: «Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Völker zu Jüngern: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende»
(Matthäus 28,18–20).

Seit 1973 erkennen die evangelischen, die katholischen und die christkatholischen Kirchen der Schweiz gegenseitig ihre Taufe an. In den 26 Kirchen der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS ist die Säuglingstaufe üblich. Manche verzichten auf die Taufe ihrer Kinder im Säuglingsalter, weil sie es im Sinn der urchristlichen Taufpraxis den Kindern selbst überlassen, sich aus Glauben taufen zu lassen. In beiden Fällen wird dieses lebensgeschichtlich bedeutsame Ereignis zusammen mit der Gemeinde im Gottesdienst gefeiert.