Religionsunterricht

Wichtige Orientierung in einer vielfältigen Gesellschaft

Kinder und Jugendliche, Schülerinnen und Schüler sind in ihrem Aufwachsen immer wieder intensiv mit Fragen von Religion und eigener Religiosität konfrontiert. Die zunehmende Multireligiosität und auch die Zunahme religionsbezogener Konflikte zeigen, wie wichtig es ist, an religiöser Bildung in Form des Religionsunterrichts am zivilen Ort Schule festzuhalten.

Die Kirchen möchten aufgrund ihrer eigenen Entwicklungsgeschichte und kulturellen Prägekraft zu einer modernen und menschendienlichen Form religiöser Bildung beitragen. Dafür bieten sie der staatlichen Bildungspolitik eine kompetente Zusammenarbeit an.

Religionsunterricht wirft vielfältige pädagogische, gesellschaftliche, religiöse und theologische Fragen auf. Er stellt einen wichtigen Bestandteil der Bildungskultur jeder Schule dar, die sich als bildungsgerechter und gewaltfreier Raum des Austauschs und der Verständigung in einer vielfältigen Gesellschaft versteht.

Mit dem aktuellen «Lehrplan 21», der in immer mehr Kantonen gilt, wird der Religionsunterricht in eine Bereichsdidaktik integriert. «Ethik, Religionen, Gemeinschaft» bildet dort einen Teil des Fachbereichs «Natur, Mensch, Gesellschaft». Die Kirchen befürchten hier eine schleichende Abnahme religiöser Themen im schulischen Kontext und plädieren deshalb vielerorts für die Beibehaltung oder Schaffung eines eigenen Fachbereichs.

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