Frauenkonferenz November 16

Gleichstellung in den reformierten Kirchen

Was ist erreicht – was bleibt zu tun?

Viel erreicht – neu herausgefordert. Mit diesem Titel überschreibt die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF ihre Standortbestimmung nach 40 Jahren Arbeit an Frauen- und Gleichstellungsthemen in der Schweiz.

Und wie sieht es gleichstellungsmässig in den reformierten Kirchen aus?

Auf den ersten Blick wurde auch hier viel erreicht: Seit gut 50 Jahren stehen den Frauen alle Ämter offen, es gibt gleichen Lohn für gleiche Arbeit, und in vielen kirchlichen Berufen bilden Frauen die Mehrheit.

Auf den zweiten Blick gibt es jedoch nach wie vor grosse Unterschiede in der Verteilung von Ämtern und Ressourcen, in der Vertretung von Männern und Frauen auf Podien und in Projektleitungen. Der Frauenanteil in kirchlichen Parlamenten entspricht nicht dem Geschlechterverhältnis an der Basis und ist sogar noch tiefer als in den entsprechenden staatlichen Gremien. In Exekutiven und Leitungsämtern sind die Frauen ebenfalls stark untervertreten. Die Sensibilität bezüglich geschlechtergerechter Sprache lässt auch in der Kirche nach, und Frauenthemen sind aus vielen kirchlichen Bildungsprogrammen verschwunden.

Welche Gründe stehen hinter diesen Entwicklungen? Und wie sollen wir ihnen begegnen?

In den letzten Jahrzehnten wurden dafür viele Methoden entwickelt, von Frauenförderung über Gendermainstreaming hin zu Diversity-Management: Was davon ist aktuell, was überholt, was nötiger denn je?

An dieser Frauenkonferenz wollen wir eine Standortbestimmung vornehmen. Wir wollen uns fragen, was unsere Themen und Ziele der nächsten Jahre sind, und auf welchem Weg wir sie erreichen können. Dabei soll auch die Rolle der Frauenkonferenz diskutiert und je nach Bedarf ihre Aufgaben neu ausgerichtet werden.

Programm
Grusswort, Hella Hoppe
Präsentation, Sabine Scheuter

Präsentation, Sabine Brändlin