Der Amazonas brennt.

Glauben in der Klimakrise

Einladung zur Online-Tagung

Dienstag, 25. Mai 2021
Online

«Und Gott sah alles, was Gott gemacht hatte: Sieh hin, es ist sehr gut.» (Gen 1,31) Der Glaube an einen guten Schöpfergott trägt viele Menschen ein Leben lang. In der Natur fühlen wir uns Gott oft besonders nah. Aber ausgerechnet diese gute Schöpfung ist heute bedroht – und zwar durch unseren eigenen Lebensstil.

Da können wir entweder den Kopf in den immer heisser werdenden Sand stecken und so tun, als ginge uns der Klimawandel nichts an. Oder wir verzweifeln an unserer Zukunftsangst und unserer eigenen Ohnmacht.

Die Tagung schlägt einen dritten Weg vor: Wir nehmen unseren Schmerz ob der drohenden Umweltzerstörung ernst – wir schauen hin und hören zu. Wir treten in einen grundlegenden Wandlungsprozess ein, der unsere Rede von Gott und unser Wertesystem in Frage stellt. Daraus kann sich eine Veränderung unserer Lebensart und unseres Blickes auf die anderen Menschen und Lebewesen im Bewusstsein ihrer Würde und unserer Wechselbeziehung mit ihnen ergeben.

Die Tagung wird gemeinsam getragen von der Frauenkonferenz der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS), oeku – Kirche und Umwelt, den Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) und dem Forum für Zeitfragen der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt. So kommen an der Tagung verschiedene Kompetenzen, Netzwerke und aktuelle feministische Einsichten zum Thema zur Bereicherung aller Teilnehmenden zusammen.

Logo Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz Logo Oeku Kirche und Umwelt
Logo Forum für Zeitfragen Logo Evangelische Frauen Schweiz

Tagungsform

Die Tagung samt Workshops findet online statt. Die dazu nötigen Angaben würden den angemeldeten Teilnehmenden kurz vor der Tagung per Email zugestellt.

Tagungsbeitrag

CHF 40.–

Bitte überweisen Sie den Betrag auf folgendes Konto:

Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS
Sulgenauweg 26, 3007 Bern
PC 30-26250-2
IBAN CH42 0900 0000 3002 6250 2

Sprache

An der Tagung wird Simultanübersetzung Deutsch-Französisch gewährleistet. Die Sprache der Workshops ist angegeben.

Mitwirkende

  • Michel Maxime Egger, Soziologe und Ökotheologe, Verantwortlicher des Laboratoire de transition intérieure von Pain pour le prochain / Brot für alle und Action de Carême / Fastenopfer
  • Dr. phil. Tania Oldenhage, Privatdozentin, Universität Basel, und Studienleiterin des Forums für Zeitfragen der Ev.-reformierten Kirche Basel-Stadt
  • Vroni Peterhans-Suter, Bäuerin und Katechetin, Vereinspräsidentin oeku – Kirche und Umwelt
  • Sarah Bach, Pfarrerin der Ev.-methodistischen Kirche Schweiz in Schwarzenburg und Gstaad, Klimaaktivistin bei der Christlichen Klima-Aktion, Mitglied der Jungen EVP
  • Anne Mahrer, Co-Präsidentin des Vereins KlimaSeniorinnen, Alt-Nationalrätin der Grünen
  • Megan Bedford-Strohm, Doktorandin der zeitgenössischen Theologie und Religionen, Universität Heidelberg, Forschung in Ruanda
  • Dr. theol. Luzia Sutter Rehman, Titularprofessorin, Universität Basel, und Studienleiterin im Arbeitskreis für Zeitfragen der Ev.-reformierten Kirche in Biel
  • Rita Famos, Pfarrerin, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz
  • Josef Jenni, Elektroingeniur, Solarenergieunternehmer
  • Dr. Jeannette Behringer, Sozialwissenschaftlerin und Ethikerin, Zürich

Programm

  • Ablauf

    Programm

    09.30 Geschäftlicher Teil für Delegierte
    11.00 Beginn thematischer Teil
    11.05 Referat: «Unsere Beziehung zur Schöpfung neu begeistern: ein ökospiritueller Ansatz»
    Michel Maxime Egger
    11.50 Referat: «Die Erde lieben lernen: Eine feministische Theologiegeschichte»
    Tania Oldenhage
    12.30 Mittagsessen
    13.30 Andacht
    13.50 Grusswort des Rates der EKS
    Ruth Pfister, Ratsmitglied
    14.00 Workshops
    15.45 Podium, moderiert von Jeannette Behringer
    Mit Michel Maxime Egger, Tania Oldenhage, Rita Famos,
    Anne Mahrer und Josef Jenni
    17.00 Ende der Tagung

Workshops (Teilnahme an einem der fünf Workshops)

  • Workshop 1

    Die Erde mit allen Sinnen erfahren und lieben – Vroni Peterhans-Suter (auf Deutsch, mit Übersetzung)

    Die Schöpfung seufzt und wartet auf die Veränderung von und durch uns Menschen! Austausch und Ermutigung für unseren Alltag und unsere Lebenswelten. Sinnesrundgang.

  • Workshop 2

    Klimaaktivismus – auch was für Christinnen und Christen? – Sarah Bach (auf Deutsch)

    Die Klimakrise fordert ein neues Denken und Handeln, aber fordert sie auch ein neues politisches Handeln? Dieser Frage spürt Sarah Bach, Theologin und Klimaaktivistin, in ihrem Leben und Denken nach und nimmt Sie mit auf eine Reise vom politischen Denken Jesu über die politische Entwicklung der Kirche bis hin zur Gegenwart und den grossen politischen Fragen, die sich uns als verantwortungsvolle Christinnen und Christen heute stellen.

  • Workshop 3

    Klimaklagen als rechtlicher Hebel gegen den Klimawandel – Anne Mahrer (auf Französisch, mit Übersetzung)

    Immer mehr Menschen rufen weltweit die Justiz an, weil die Entscheidungsträgerinnen und -träger nicht genügend tun, um die Klimaerwärmung auf ein für die Gesundheit möglichst ungefährliches Mass einzugrenzen. Anhand des Beispiels der Klimaklage der KlimaSeniorinnen wird aufgezeigt, wie rechtlich gegen den Klimawandel vorgegangen werden kann.

  • Workshop 4

    Mutter Erde und Mutter Afrika in der religiösen Imagination: Impulse aus dem Kreis der engagierten afrikanischen Theologinnen (The Circle) –
    Megan Bedford-Strohm (auf Deutsch)

    Wie gehen Theologinnen im Globalen Süden, insbesondere in Afrika, mit der Herausforderung der ökologischen Zerstörung um – ein Problem, das sie überproportional betrifft, obwohl sie selbst dafür kaum Verantwortung tragen? Dieser Workshop widmet sich den führenden afrikanischen Stimmen an der Schnittstelle von Feminismus, Ökologie und Religion, um von ihnen zu lernen und ihre Ideen zu diskutieren.

  • Workshop 5

    Gott will die Zerstörung nicht! Luzia Sutter Rehmann (auf Deutsch)

    Befreiungstheologische Blicke in die Offenbarung des Johannes
    Apokalypse wird oft mit Weltuntergang gleichgesetzt. Und wer am meisten Angst und Schrecken verbreitet, ist Gott, der Zorn und Hagel über die Erde schüttet. Dieser schrecklichen Lektüre gilt es, das Ende anzusagen. Nein, Gott will die Zerstörung nicht. Gott und seine Verbündete arbeiten mit aller Kraft daran, dass uns die Augen aufgehen und eine andere Zukunft möglich wird.

Kontakt

Claudia Strahm, Administrative Mitarbeiterin