Kirchliche Massnahmen zum Corona-Virus

Wie sich Kirchen vor der Ausbreitung des Virus schützen

Kirche ist ein Ort der Begegnung und ein vielseitiger Arbeitgeber. Als solche ist die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS aufgefordert in geschwisterlicher Verbundenheit verantwortungsvoll und besonnen mit dem Krankheitsrisiko des Corona-Virus (Covid-19) umzugehen. Die Kirchen reden und handeln gerade in kritischen Situationen in der Gewissheit: «Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.» (2Tim 1,7).

» Aktuelle Situation. So schützen wir uns

Schutzkonzept für Gottesdienste –Empfehlungen zuhanden der Mitgliedkirchen und Kirchgemeinden (Stand: 26. Juni 2020)

Das vorliegende «Schutzkonzept für Gottesdienste» der EKS datiert vom 26. Juni 2020. Es ersetzt alle früheren Fassungen.  Der Bundesrat hat am 19. Juni 2020 weitere Lockerungsschritte beschlossen; demzufolge wird grossen Wert gelegt auf eigenverantwortliches Handeln aller Institutionen und Individuen, die Abstands- und Hygieneregeln bleiben jedoch zentral. Weiterhin benötigen alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen ein Schutzkonzept. Die Vorgaben hierfür wurden vereinheitlicht, d.h. es gibt kein Rahmenschutzkonzept für Gottesdienste des BAG mehr.

Seit dem 28. Mai 2020 ist die Durchführung von Gottesdiensten wieder erlaubt, ab dem 22. Juni 2020 dürfen grundsätzlich bis zu 1‘000 Personen teilnehmen (Einschränkungen siehe 2.a.). Die evangelisch-reformierten Kirchen und Kirchgemeinden legen Wert auf eine verantwortungsvolle Form der Durchführung von Gottesdiensten und Feiern, in denen die Gewährleistung der Gesundheit von Gottesdienstteilnehmenden und kirchlichen Mitarbeitenden im Zentrum der Anstrengungen steht.

Die hierfür vorgesehenen Schutzmassnahmen bezwecken, trotz Zusammentreffen vieler Menschen Neuerkrankungen auf einem niedrigen Niveau zu halten und besonders gefährdete Personen zu schützen.

Die behördlichen Vorgaben schreiben vor, dass jede Gemeinde bzw. jede Institution zur Durchführung von Gottesdiensten über je ein eigenes Schutzkonzept verfügen muss (siehe oben). Mit der Übernahme und Umsetzung des vorliegenden EKS-Schutzkonzepts ist diese Vorgabe für die Gemeinden erfüllt; die Verantwortung zur Umsetzung liegt bei den einzelnen Gemeinden bzw. Institutionen sowie den Teilnehmenden selber.

Hilfestellung für die Kirchgemeinden zum Corona-Virus (Covid-19)

Die «Hilfestellung für die Kirchgemeinden zum Corona-Virus (Covid-19)», welche von der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle der EKS erstellt wurde, steht ab sofort als Download zur Verfügung. Weitere Unterlagen finden Sie unter «Materialien für Kirchen».
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Kirche bei den Menschen

Die Kirchen suchen nach Wegen, um ihren Verkündigungs- und seelsorgerlichen Auftrag verantwortungsvoll wahrzunehmen.

  • Angebote alternativer Gottesdienstformen (Internet, Podcasts, Fernseh-/Radiogottesdienste oder Andachten)
  • Einrichtung einer Seelsorgehotline für besorgte und erkrankte Gemeindemitglieder
  • Schutzmassnahmen für die Seelsorgenden (auf Grundlage der behördlichen Vorgaben), um den seelsorgerlichen und diakonischen Auftrag der Kirche zu gewährleisten
  • Kantonalkirchliche Koordination der Seelsorge für besonders betroffene Gemeinden

Alle tragen füreinander Sorge

Regelmässige Information über die Gefährdungssituation bei den zuständigen Gesundheitsbehörden (Kantone sowie Bundesamt für Gesundheit). Für Kirchgemeinden und Institutionen sollte eine Person mit dieser Aufgabe betraut werden.

Umsetzung hygienischer Präventionsmassnahmen, die zur Verlangsamung der Verbreitung des Krankheitserregers beitragen:

  • Regelmässiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife
  • Händedesinfektion mit Desinfektionsmitteln
  • Nach Husten, Niesen, Schnäuzen Hände waschen
  • Wenn möglich in ein Papiertaschentuch oder allenfalls in die Armbeuge husten oder niesen; Verwendung von Einweg-Taschentüchern, die nach Gebrauch in einem geschlossenen Abfalleimer entsorgt werden
  • Vermeiden Sie Händeschütteln.

Beim Auftreten von den beschriebenen Krankheitssymptomen (Fieber, Husten und Atembeschwerden) gilt für alle:

  • Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation.
  • Bleiben Sie zu Hause, um eine Übertragung zu verhindern.
  • Informieren Sie Ihre Arbeitsstelle.

Kontakt

Hella Hoppe, Geschäftsleiterin