Kirchliche Massnahmen zum Corona-Virus

Wie sich Kirchen vor der Ausbreitung des Virus schützen

Kirche ist ein Ort der Begegnung und ein vielseitiger Arbeitgeber. Als solche ist die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS aufgefordert in geschwisterlicher Verbundenheit verantwortungsvoll und besonnen mit dem Krankheitsrisiko des Corona-Virus (Covid-19) umzugehen. Die Kirchen reden und handeln gerade in kritischen Situationen in der Gewissheit: «Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.» (2Tim 1,7).

» Aktuelle Situation. So schützen wir uns
» Aktuelle Informationen des Bundesamts für Gesundheit

Aktuelle Situation

Die WHO hat die Ausbreitung des Corona-Virus (Covid-19) als Pandemie eingestuft. Inzwischen haben sich auch in der Schweiz zahlreiche Menschen mit dem Virus infiziert, erste Todesfälle liegen vor. Die Kirchen beten für die weltweiten Opfer des Corona-Virus und für die, die um ihr eigenes und die Leben ihrer Angehörigen bangen.

Eine erhöhte Infektionsgefahr besteht überall dort, wo Menschen aufeinandertreffen. Deshalb hat der Bundesrat verschärfte Massnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus beschlossen. Das betrifft auch die Kirchen.

Keine Gottesdienste bis 19. April 2020

Die Neueinstufung der Corona-Situation durch den Bundesrat als «ausserordentliche Lage» und die weiteren Massnahmen zur Eindämmung des Virus haben auch auf die evangelisch-reformierten Kirchen der Schweiz weitreichende Auswirkungen. Bis am 19. April 2020 finden keine Gottesdienste mehr statt.

Gemäss Verordnung 2 des Bundesrats (Stand 28.3.2020) ist es verboten, öffentliche und private Veranstaltungen durchzuführen. Dies hat zur Folge, dass alle Gottesdienste sowie andere Formen des kirchlichen Lebens suspendiert werden. Darunter fallen insbesondere: Abendmahlfeiern, Taufen, Trauungen und Konfirmationen. Für Beerdigungen gelten besondere Regeln: Diese dürfen durchgeführt werden, aber nur im engen Familienkreis.

Die Kirchen dürfen weiterhin offen bleiben. Der Bundesrat hat keine Schliessung verordnet. Nach Vorgabe der Kirchgemeinden können individuelle Formen von Gebet und Andacht entwickelt werden. Dieses Angebot richtet sich an Einzelpersonen, Versammlungen dürfen nicht stattfinden. In dieser neuen Situation werden die vielfältigen Angebote der Kirchgemeinden wie Nachbarschaftshilfe, Seelsorge und Online-Gottesdienste umso wichtiger.

Bei Fragen zu einzelnen kirchlichen Angeboten und im Zusammenhang mit der neuen BAG-Verordnung können Gemeindemitglieder mit ihren Kirchgemeinden vor Ort Kontakt aufnehmen.

Kirche bei den Menschen

Die Kirchen suchen nach Wegen, um ihren Verkündigungs- und seelsorgerlichen Auftrag verantwortungsvoll wahrzunehmen.

  • Angebote alternativer Gottesdienstformen (Internet, Podcasts, Fernseh-/Radiogottesdienste oder Andachten)
  • Einrichtung einer Seelsorgehotline für besorgte und erkrankte Gemeindemitglieder
  • Schutzmassnahmen für die Seelsorgenden (auf Grundlage der behördlichen Vorgaben), um den seelsorgerlichen und diakonischen Auftrag der Kirche zu gewährleisten
  • Kantonalkirchliche Koordination der Seelsorge für besonders betroffene Gemeinden

Auch das Osterfest wird dieses Jahr unter den erschwerten Bedingungen stattfinden. Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS erarbeitet derzeit unter dem Titel «Lichtblick Ostern» Angebote, um die traditionellen Osterfeiern zu ersetzen. Im Mittelpunkt steht der Gedanke, Lichtblicken und Momenten der Hoffnung Raum zu geben.

 

Alle tragen füreinander Sorge

Regelmässige Information über die Gefährdungssituation bei den zuständigen Gesundheitsbehörden (Kantone sowie Bundesamt für Gesundheit). Für Kirchgemeinden und Institutionen sollte eine Person mit dieser Aufgabe betraut werden.

Umsetzung hygienischer Präventionsmassnahmen, die zur Verlangsamung der Verbreitung des Krankheitserregers beitragen:

  • Regelmässiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife
  • Händedesinfektion mit Desinfektionsmitteln
  • Nach Husten, Niesen, Schnäuzen Hände waschen
  • Wenn möglich in ein Papiertaschentuch oder allenfalls in die Armbeuge husten oder niesen; Verwendung von Einweg-Taschentüchern, die nach Gebrauch in einem geschlossenen Abfalleimer entsorgt werden
  • Vermeiden Sie Händeschüttlen.

Beim Auftreten von den beschriebenen Krankheitssymptomen (Fieber, Husten und Atembeschwerden) gilt für alle:

  • Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation.
  • Bleiben Sie zu Hause, um eine Übertragung zu verhindern.
  • Informieren Sie Ihre Arbeitsstelle.

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Kontakt

Hella Hoppe, Geschäftsleiterin