Kirchliche Massnahmen zum Corona-Virus

Wie sich Kirchen vor der Ausbreitung des Virus schützen

Kirche ist ein Ort der Begegnung und ein vielseitiger Arbeitgeber. Als solche ist die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS aufgefordert in geschwisterlicher Verbundenheit verantwortungsvoll und besonnen mit dem Krankheitsrisiko des Corona-Virus (Covid-19) umzugehen. Die Kirchen reden und handeln gerade in kritischen Situationen in der Gewissheit: «Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.» (2Tim 1,7).

» Aktuelle Situation. So schützen wir uns

Informationen zu weiteren Lockerungen ab 6. Juni

Stand: 29. Mai 2020

Der Bundesrat hat am Mittwoch, 27. Mai 2020, eine Reihe von Lockerungen beschlossen hat, die per 6. Juni 2020 Geltung erlangen. Die Änderungen betreffen etwa die Gottesdienste, die ab diesem Zeitpunkt neben weiteren Veranstaltungen bis zu 300 Personen umfassen dürfen; daneben treten auch Lockerungen in Kraft bezüglich Sommer-/Jugendlager, Regime in kirchlichen Liegenschaften, u.a.m.

Durch den Bundesratsbeschluss vom Mittwoch sind für die Kirchen und Kirchgemeinden zwei unterschiedliche Phasen zu beachten:

Phase 1: 28. Mai bis 5. Juni – Durchführung von Gottesdienste gemäss bisher kommunizierten Eckwerten des Schutzkonzepts

Bis zum 5. Juni gelten die bislang kommunizierten Bestimmungen wie sie im Rahmenschutzkonzept des BAG festgehalten und für die evangelisch-reformierten Kirchen im Schutzkonzept Gottesdienste der EKS übernommen sind.

Im Wissen darum, dass die behördlichen Vorgaben nicht vollends kohärent sind (u.a. unklare Angaben bezüglich Verpflichtung zu Präsenzlisten), so empfehlen wir den Kirchgemeinden im Einklang mit dem BAG einen verantwortungsvollen und in Bezug auf die Öffnungsschritte zurückhaltenden Umgang mit den Vorgaben (das heisst u.a. 4m2 Platzbedarf pro Person, Registrierungspflicht für Gottesdienstbesuchende; kein Gemeindegesang; keine Durchführung des Abendmahls).

Phase 2: ab 6. Juni – Gottesdienste mit bis zu 300 Personen

Bereits ab 6. Juni tritt die am Mittwoch, 27. Mai, kommunizierte Regelung in Kraft. Dabei gilt, dass Gottesdienste unter die ‘gewöhnlichen’ Veranstaltungen subsummiert werden und bis zu 300 Personen umfassen dürfen.

Aufgrund der Bundesratsentscheide ist das BAG daran, das für uns geltende Rahmenschutzkonzept für Gottesdienste zu überarbeiten. Mit einer überarbeiteten Fassung ist per 5. Juni zu rechnen. Wir werden die Kirchen und Kirchgemeinden umgehend über die Anpassungen in Kenntnis setzen. D.h. angesichts der noch ausstehenden Überarbeitung des Rahmenschutzkonzepts ist noch nicht restlos geklärt,

  • unter welchen Bedingungen ab 6. Juni Präsenzlisten geführt werden müssen,
  • welche Abstandsregelungen ab 6. Juni gelten werden sowie
  • zu welchen Fragen weitere Anpassungen vorgenommen werden (z.B. Gemeindegesang).

Angesichts dieser knappen Frist empfehlen wir den Gemeinden, allfällige Gottesdienste vom 7. Juni nach den bisher geltenden Bestimmungen aus Phase 1 durchzuführen.

Wiederaufnahme der Gottesdienste ab 28. Mai 2020 – Information und Empfehlungen der EKS

Der Gesamtbundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 auf Antrag von Bundesrat Berset die Wiederaufnahme von Gottesdiensten per Donnerstag, 28. Mai 2020 beschlossen, was die Durchführung von Gottesdiensten ab Pfingstsonntag, 31. Mai 2020, ermöglicht.

Mit diesem Beschluss verbunden ist die Vorgabe eines Rahmenschutzkonzepts «Wiederaufnahme von Gottesdiensten und religiösen Zusammenkünften», das die Eckwerte der Durchführung von Gottesdiensten benennt:

  • Es besteht keine fixe Begrenzung der Teilnehmendenzahl; grosse Besucherzahlen seien zu vermeiden, es ist mit einem Platzbedarf von 4m2 pro Person zu rechnen (Richtmass).
  • Die weiteren Bestimmungen des Rahmenkonzepts zu den Hygiene- und Abstandsregeln orientieren sich erfreulicherweise weitestgehend am Ihnen bekannten «Schutzkonzept für Gottesdienste» der EKS mit den wenigen Ausnahmen, dass
    • auf die Feier der Sakramente und auf den Gemeindegesang zu verzichten ist
    • Kasualien grundsätzlich verschoben werden sollen sowie
    • die Kontaktdaten der Teilnehmenden zwingend aufzunehmen sind.

Die EKS hat darauf aufbauend eine neue Fassung des «Schutzkonzepts für Gottesdienste» der EKS (Stand: 20. Mai 2020) erstellt.
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Schutzkonzept EKS für Gottesdienste pdf 
Schutzkonzept EKS für Gottesdienste doc 
Rahmenschutzkonzept BAG pdf

Hilfestellung für die Kirchgemeinden zum Corona-Virus (Covid-19)

Die «Hilfestellung für die Kirchgemeinden zum Corona-Virus (Covid-19)», welche von der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle der EKS erstellt wurde, steht ab sofort als Download zur Verfügung. Weitere Unterlagen finden Sie unter «Materialien für Kirchen».
Publikation herunterladen

Kirche bei den Menschen

Die Kirchen suchen nach Wegen, um ihren Verkündigungs- und seelsorgerlichen Auftrag verantwortungsvoll wahrzunehmen.

  • Angebote alternativer Gottesdienstformen (Internet, Podcasts, Fernseh-/Radiogottesdienste oder Andachten)
  • Einrichtung einer Seelsorgehotline für besorgte und erkrankte Gemeindemitglieder
  • Schutzmassnahmen für die Seelsorgenden (auf Grundlage der behördlichen Vorgaben), um den seelsorgerlichen und diakonischen Auftrag der Kirche zu gewährleisten
  • Kantonalkirchliche Koordination der Seelsorge für besonders betroffene Gemeinden

Alle tragen füreinander Sorge

Regelmässige Information über die Gefährdungssituation bei den zuständigen Gesundheitsbehörden (Kantone sowie Bundesamt für Gesundheit). Für Kirchgemeinden und Institutionen sollte eine Person mit dieser Aufgabe betraut werden.

Umsetzung hygienischer Präventionsmassnahmen, die zur Verlangsamung der Verbreitung des Krankheitserregers beitragen:

  • Regelmässiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife
  • Händedesinfektion mit Desinfektionsmitteln
  • Nach Husten, Niesen, Schnäuzen Hände waschen
  • Wenn möglich in ein Papiertaschentuch oder allenfalls in die Armbeuge husten oder niesen; Verwendung von Einweg-Taschentüchern, die nach Gebrauch in einem geschlossenen Abfalleimer entsorgt werden
  • Vermeiden Sie Händeschütteln.

Beim Auftreten von den beschriebenen Krankheitssymptomen (Fieber, Husten und Atembeschwerden) gilt für alle:

  • Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation.
  • Bleiben Sie zu Hause, um eine Übertragung zu verhindern.
  • Informieren Sie Ihre Arbeitsstelle.

Kontakt

Hella Hoppe, Geschäftsleiterin